2 Grad unter Null, etwa 10 cm Schnee im ganzen Gebäude das noch kein Dach hat, ein Eispanzer auf der Betonplatte unter dem Schnee und doch immer wieder Sonne zwischen den Wolkenfetzen. Das war das Ambiente des Richtfestes in Lauchhammer. Mehr als hundert Gäste waren gekommen. Darunter Vertreter der Stadt und des Landkreises, die Architekten von “Kara & Hoffmann” (Berlin), die Projektsteuerer der “Imbus GmbH” (Berlin), Abgesandte verschiedener sozialer und medizinischer Einrichtungen und Dienste, Freunde und Förderer des Hospizprojektes, Mitarbeiterinnen des ambulanten Hospizdienstes, Mitglieder der Adventgemeinden der Region und Bewohner aus der Nachbarschaft. Nicht zu vergessen die Bauhandwerker und Vertreter verschiedener Firmen, die schon am Bau gearbeitet haben oder noch arbeiten werden.
Herr Scheel begrüßte als Vorsitzender des Trägervereins “Hospiz Senftenberg AWW e.V.” die Anwesenden und verwies auf den beachtlichen Baufortschritt, der trotz Schnee und Kälte nicht gestoppt
werden konnte. Auch wenn es für den Bauleiter Herrn Just nicht immer einfach war, die jeweils möglichen und nötigen Bauarbeiten bei diesen Witterungsverhältnisses zu koordinieren und das Baugeschehen
intensiv voranzutreiben. Bis jetzt ist es immer weitergegangen und die Zeitverzögerung hält sich in Grenzen. Der Fensterbauer hat heute planmäßig mit dem Einsetzen der Fenster begonnen.
Nach dem obligatorischen Zeremoniell des leitenden Zimmermanns mit Einschlagen des letzten Nagels (der unverschämt groß war für den kleinen Hammer), dem Richtspruch und Zerschlagen eines Glases gings
zum Essen und Trinken. Warme Getränke und die Suppe aus der Gulaschkanone halfen, die ärgste Kälte aus dem Gedärm zu vertreiben und trotz kalter Füße hielten es die meisten erstaunlich lange aus.
Das Interesse am entstehenden Gebäude war groß. Viel Fragen waren zu beantworten zur ungewöhnlichen Architektur, dem Raumkonzept, dem späteren Alltag, wenn das Haus den Betrieb aufgenommen haben wird. Das soll in diesem Frühjahr geschehen. Bis dahin gibt es noch viel zu tun und zu bedenken - und sicherlich auch zu berichten.
Lothar Scheel, Vorsitzender des Trägervereins