01.10.2009 - Berlin [BMG] Alle europäischen Gesellschaften stehen vor der großen Herausforderung, für eine wachsende Anzahl demenzkranker Menschen ein Leben in Würde zu ermöglichen. Deshalb ist es gut, diese gesellschaftlich-ethische Debatte im Sinne gemeinsamen Lernens und Erfahrungsaustauschs grenzüberschreitend zu führen.
Aus diesem Grund trafen sich die Mitglieder des europäischen Projektes „Demenz: Ethik im Netz“ aus Luxemburg, Frankreich, Norwegen, Schweiz und Deutschland im Bundesgesundheitsministerium. Das Projekt wird von „Alzheimer Europe“ als europäische Repräsentanz der Betroffenen und ihrer Angehörigen getragen und mit wesentlicher Unterstützung der Deutschen Alzheimer Gesellschaft organisiert.
Die europäische Internetseite „Demenz: Ethik im Netz“ soll Hintergrundinformationen und Stellungnahmen zu verschiedenen ethischen Fragen Pflege und Betreuung von Alzheimerpatienten enthalten. Und sie soll Anfragen von Pflegepersonen oder Angehörigen der Gesundheitsberufe gemeinsam mit Stellungnahmen der Ethikexperten wiedergeben. Sie bietet ein Forum, spezifische ethische Dilemmata aus verschiedenen professionellen Perspektiven zu diskutieren.