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Hospiz Friedensberg in Lauchhammer eingeweiht

 

02.07.2009 - Lauchhammer in Brandenburg [AWW]

Nach zehnmonatiger Bauzeit konnte am 01. Juli 2009 das Hospiz Friedensberg in Lauchhammer eröffnet werden. 200 Gäste waren in das südliche Brandenburg gekommen um bei der feierlichen Schlüsselübergabe dabei zu sein. Träger der Einrichtung für schwerstkranke Menschen ist der Verein „Hospiz Senftenberg AWW e.V.". Bereits 2006 ging das Advent-Wohlfahrtswerk in Brandenburg eine Kooperation mit einem ambulanten Hospizdienst in Senftenberg ein, um den Neubau eines stationären Hospizes gemeinsam zu realisieren.

 

In dem eingeschossigen Gebäude werden unheilbar kranke Patienten in ihrer letzten Lebensphase medizinisch, sozial und seelsorgerlich betreut. Hierzu stehen speziell ausgebildete Pflegekräfte zur Verfügung, die neben der Versorgung der Patienten auch für die Begleitung der Angehörigen zur Verfügung stehen. Insgesamt kostete das Projekt etwa 1,425 Millionen Euro. Finanziert wurde das Bauvorhaben zu ca. 20 Prozent aus Eigenmitteln, die größtenteils von Gemeinden und Institutionen der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten und des Advent-Wohlfahrtswerks gespendet wurden. Darüberhinaus haben auch private Spenden sowie kostenlose Bauleistungen von Firmen aus der Region in nicht unerheblichem Umfang die Finanzierung des Bauprojektes ermöglicht.

 

Zur Einweihungsfeier in der nahegelegenen Friedenskirche brachten Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Sozialverbänden in Grußworten ihre Verbundenheit mit diesem Projekt zum Ausdruck. Lothar Scheel lobte als Vorsitzender des Trägervereins insbesondere das große Engagement der ehrenamtlichen Helfer aus dem Bereich der ambulanten Hospizarbeit, die durch Benefizveranstaltungen potentielle Förderer des Hospizes gewinnen konnten. In seiner Festrede betonte Karl-Heinz Walter als Vertreter der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten, dass es originärer Auftrag von Kirche sei, dort präsent zu sein, wo es den Menschen weh tut. „Das biblische Beispiel vom barmherzigen Samariter fordert den Glaubenden auf, Nächstenliebe zu praktizieren. Weil Christen glauben, dass sie von Gott mit einer unverlierbaren Würde ausgestattet sind, können sie auf andere in bedingungsloser Nächstenliebe zugehen", so Walter weiter.

 

Im Anschluss an die Einweihungsfeier durchschnitten Georg Remmert und Sylvia Drendel symbolisch das Band im Eingangsbereich. „Wir freuen uns, bereits in der kommenden Woche die ersten Gäste aufnehmen zu können", so Remmert.

 

Das Hospiz Friedensberg in Lauchhammer hat 10 Einzelzimmer für Patienten und 2 Gästezimmer für Angehörige. Die Versorgung, Pflege und Begleitung wird von 15 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in Voll- oder Teilzeit erbracht. Die Geschäftsführung wird durch Georg Remmert und Sylvia Drendel wahrgenommen. Sylvia Drendel leitet seit 2005 den ambulanten Hospizdienst in Senftenberg, Georg Remmert ist seit einigen Jahren Geschäftsführer des stationären Christopherus Hospizes in Berlin.

 

AWW Altenhilfe e.V.

Eröffnung des Hospizes durch symbolische Trennung des weißen Bandes

v.l.n.r.: Rosel Klepel, Lothar Scheel, Sylvia Drendel, Architekt Christian Kara, Projektsteurer Julian Schily, Architekt Nikolaus Hoffmann

Letzte Arbeiten im Bereich der Gästeterrassen

Aufenthaltsraum mit Teeküche

Patientenzimmer